Die Wahrheit: Ein generalistischer Steuerberater KANN die Besonderheiten der Maklerbranche gar nicht kennen. Nicht weil er schlecht ist – sondern weil es unmöglich ist, alle Branchen gleichzeitig zu beherrschen. Die meisten Steuerberater sind Generalisten. Sie betreuen Ärzte, Gastronomen, Handwerker - und eben auch noch ein paaar Immobilienmakler.
Mal ehrlich: Weiß Dein Berater, dass Maklerprovisionen transaktional schwanken – und dass genau deshalb die Holding, die einem Versicherungsvermittler mit stabilen Bestandsprovisionen passt, Dich im nächsten Provisionsloch erdrücken kann?
Wenn Du Dir schon mal überlegt hast, „eine Holding zu gründen, weil das jeder macht" – dann hast Du Dir vermutlich die falsche Frage stellen lassen. Die Frage ist nicht ob Holding. Die Frage ist, in welcher Phase Du bist – und was in dieser Phase den größten Hebel bringt.
Bei Mandatsübernahmen sehe ich regelmäßig dieselben Muster: nicht voll ausgeschöpfte Betriebsausgaben, Vorauszahlungen blind nach Vorjahr, keine Liquiditätsplanung bei schwankenden Provisionen. Selten böser Wille – fast immer fehlende Branchenkenntnis. Die Frage ist daher nicht, ob Dein Steuerberater kompetent ist. Die Frage ist, ob er Deine Branche gut genut kennt.